20. September - Mit dem Paddelboot auf dem Rio Claro
Nach dem Frühstück erkundeten wir per Paddelboot die nähere Umgebung der Pousada auf dem Rio Claro, der direkt hinter der Unterkunft vorbei floss.
Wir hatten schon einige Erwartungen, da es im Pantanal, dem größten Feuchtbiotop der Erde, über Tausend Tierarten geben soll und man nirgendwo in Südamerika mehr Tiere sehen kann als hier.
Was wir nicht wussten war, dass sich diese Tiere im Dschungel sehr gut verstecken können und die Ausbeute deshalb für uns durch Afrika verwöhnte Tierbeobachter in Grenzen hielt. Wir bekamen aber doch einige Wasservögel, einen Tukan, einen Kaiman und Wasserschweine zu sehen.
Zurück in der Pousada konnten wir wieder einige Tiere beobachten, der sehr schöne Gelbbrustara, der hier regelmäßig aufkreuzte, wurde zum Lieblings-Fotomotiv der weiblichen Mitreisenden. Es war ziemlich warm und so entspannten wir uns am Pool, wo wir auch wieder einige Vögel beobachten konnten.
Am Nachmittag startete eine 2-stündige Bootstour durch das Biosphärenreservat, auf der wir ein riesiges Spinnennetz in einem Busch entdeckten, welches von vielen ameisengroßen Spinnen gewebt war.
Auch konnten wir wieder viele verschiedene Wasservögel und Wasserschweine beobachten, einen Kaiman füttern und zum Abschluss den Wappenvogel des Pantanal, den Jabiru-Storch aus der Nähe fotografieren.
Nach dem wir im Boot die Sonne untergehen sahen, fuhren wir zurück und konnten am Abend einheimische Spezialitäten im Restaurant der Pousada probieren.
21. September - Hoch zu Ross
Am Nachmittag unternahmen wir auf einem ziemlich betagten offenen Lastwagen mit vier Holzbänken eine Tour auf der Transpantanaira, da es ja hier keine anderen Straßen gab, auf denen so ein großer Wagen fahren kann. Kleinere Jeeps wären sicher die bessere Lösung gewesen und wegen der Wackelei und der Staubentwicklung konnte man das Fotografieren vergessen. Nur wenn wir anhielten, konnte man einen Schnappschuss wagen.
Traudi fuhr mit uns auch zu zwei Stellen, wo sie zuvor schon mal blaue Aras gesichtet hatte, aber heute leider vergebens. Bei der früh einsetzenden Dunkelheit, bei der mit Scheinwerfern die beiden Straßenseiten nach nachtaktiven Tieren abgesucht wurden, war dann alles zu spät und die wenigen Tiere ergriffen im Scheinwerferlicht sogleich die Flucht.
Zu allem Überfluss hatten wir noch eine Reifenpanne und wir waren froh, als wir wieder zurück in der Pousada waren, um den Staub abzuduschen und zu Abend zu essen.
22. September - Abschied und zurück nach Cuiabá
Heute stand nach dem Frühstück eine Dschungelwanderung auf dem Programm. Bevor wir jedoch aufbrachen, kam Trudi ganz aufgeregt zu uns und sagte, dass zwei blaue Aras auf einem Baum der Pousada saßen. Also schnell die Kamera gezückt und los!
Wir konnten dann die beiden seltenen wunderschönen Vögel auch aus der Nähe sehen und noch einige Zeit auf einem Baum beobachten. Das war einer der Hauptgrund, warum wir ins Panatanal gereist waren.
Bei der anschließenden leichten Wanderung durch den Dschungel zeigten uns ein Angestellter der Pousada und Traudi einige interessante Pflanzen und Tiere. Das war ein schöner Abschluss unseres Aufenthaltes in der schön gelegenen Pousada mit freundlichen Mitarbeitern, sauberen Zimmern und gutem Essen.
Nach dem Mittagessen wurden die Koffer verladen und wir bezahlten unsere Rechnung für die Getränke und den Wäscheservice an der Rezeption. Dann fuhren wir wieder zurück nach Cuiabá, wo wir am frühen Abend im Hotel Delcas ankamen.
Wir hatten nach der langen Busfahrt keine Lust mehr auf das empfohlene Fischrestaurant und liefen zum nächsten großen Supermarkt, um uns etwas zu Essen und Trinken zu kaufen und gingen danach auf Zimmer.
Am nächsten Morgen hieß es wieder zeitig aufstehen für unseren Flug zum letzten Ziel unserer Reise - Rio de Janairo.